Heine auf Helgoland:“Ich bin der Sohn der Revolution“

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Erschöpft vom politischen Kampf gegen Zensur und Unterdrückung sitzt Heinrich Heine auf einem roten Felsbrocken in der Nordsee und starrt aufs Meer. Was er nicht ahnt: Diese Wochen auf Helgoland werden zu einem der bedeutendsten Sommer seines Lebens. Denn als die Nachrichten aus Paris eintreffen – die Julirevolution hat gesiegt, der König ist gestürzt – verwandelt sich der müde Freiheitskämpfer mit einem Schlag zurück in den feurigen Dichter, der er immer war.

In diesem Artikel lesen Sie Ausschnitte aus Heines sieben Helgoländer Briefen, die in seinem Werk „Ludwig Börne. Eine Denkschrift“ (1840) gedruckt wurden. Entdecken Sie darin nicht nur ein historisches Dokument, sondern auch ein lebendiges Zeugnis eines Dichters, der das Große im Kleinen und das Kleine im Großen sah.

1. Heines Helgoländer Briefe: Ein rastloser Geist sucht Zuflucht

Sommer 1830: Heinrich Heine reist zum zweiten Mal nach Helgoland, jener kleinen Felseninsel in der Nordsee, die er im Sommer 1829 erstmals besucht hatte. Er blieb dort zwei Monate lang, von Ende Juni bis Mitte August. Im 19. Jahrhundert gilt Heine als der Dichter der Insel schlechthin. Es ist jedoch nicht nur die raue Schönheit des Meeres, die ihn anzieht.

Vor allem ein politischer Umstand macht Helgoland für einen deutschen Schriftsteller zu dieser Zeit besonders attraktiv: Die Insel ist seit 1807 britisch und somit außerhalb der Reichweite deutscher Zensurbehörden und Polizeiapparate. Auf Helgoland kann Heine schreiben und denken, ohne dass ihm ein preußischer Beamter über die Schulter schaut.

Die liberale Atmosphäre der Insel zog insbesondere aus Deutschland und Österreich stammende Künstler und Schriftsteller an. Sie wurde zum Zufluchtsort für Revolutionäre der 1830er Jahre.

Elf Jahre nach Heines Besuch folgte ein weiterer berühmter Badegast: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, der wegen seiner politischen Lieder seine Professur verloren hatte und aus Preußen verwiesen worden war. Er suchte hier ebenfalls Zuflucht und dichtete dort am 26. August 1841 das „Lied der Deutschen”, das später zur deutschen Nationalhymne wurde.

Ich selber bin dieses Guerilla-Krieges müde und sehne mich nach Ruhe, wenigstens nach einem Zustand, wo ich mich meinen natürlichen Neigungen, meiner träumerischen Art und Weise, meinem phantastischen Sinnen und Grübeln, ganz fessellos hingeben kann. Welche Ironie des Geschickes, daß ich, der ich mich so gerne auf die Pfühle des stillen beschaulichen Gemüthlebens bette, daß eben ich dazu bestimmt war, meine armen Mitdeutschen aus ihrer Behaglichkeit hervorzugeißeln und in die Bewegung hineinzuhetzen!

Zurück zu Heine, der in diesem Sommer Erholung nötig hat. Die Jahre des politischen Kampfes haben ihn zermürbt. Er hat Zeitschriften herausgegeben und wollte den „armen deutschen Michel” aus seinem Schlaf wecken – dabei ist er selbst ausgebrannt. So schreibt er am 1. Juli 1830 im ersten Helgoländer Brief, der noch heute durch seine Offenheit berührt.

Heine fragt sich, wohin er jetzt gehen soll. Nach Süden? Vor jedem Zitronenbaum in Italien steht eine österreichische Schildwache. Nach England? Niemals in dieses „schnöde Land, wo die Maschienen sich wie Menschen und die Menschen wie Maschienen gebehrden.“ Nach Amerika, dem „ungeheuren Freiheitsgefängniß“? Jede Himmelsrichtung führt ihn zu einer neuen Form der Unfreiheit.

Nur Helgoland mit seinen roten Felsen bietet ihm für einen Sommer das, was er sich ersehnt: Abstand. Freiheit, wenigstens zum Nachdenken. In einem Brief an seinen Verleger Julius Campe vom 29. Juli 1826 bezeichnete er das Meer als sein „wahlverwandtes Element”, dessen Anblick ihm heilsam ist.

Die britische Insel Helgoland zog im 19. Jahrhundert viele Intellektuelle an. Foto: KI-generiert

2. Die Langeweile auf der Insel und was Heine mit ihr anfing

Wer sich Heine auf Helgoland als grübelnden Einsiedler vorstellt, der täglich ans Meer tritt und seinen großen Gedanken nachhängt, liegt nur halb richtig. Die Insel ist in diesen Sommerwochen des Jahres 1830 durchaus belebt, und Heine beobachtet seine Mitbadegäste mit dem wachen, unbestechlichen Blick eines geborenen Feuilletonisten.

Da ist zunächst der Holländer, der unter ihm wohnt und den Heine als „indolent und ausgebuttert wie der Käse, womit er handelt” beschreibt. Nichts kann diesen Mann aus der Ruhe bringen. Selbst, wenn er mit der Wirtin über sein Lieblingsthema, das Einsalzen der Fische, spricht, erhebt sich seine Stimme nicht aus der „plattesten Monotonie“. Heine muss diese Gespräche unfreiwillig mithören, da der Bretterboden zu dünn ist.

Eine Etage höher debattiert er derweil mit dem Justizrat aus Königsberg über die Dreifaltigkeit: Er „hält mich für einen Pietisten, da er immer, wenn er mir seinen Besuch abstattet, die Bibel in meinen Händen findet“.

Der schlaue Preuße nimmt Gott den Vater noch hin – „das ist ja der Weltschöpfer und jedes Ding muß seine Ursache haben“ – und den Sohn, wenn auch mit „fast ironischer Gutmüthigkeit“. Aber beim Heiligen Geist versagt ihm der Verstand vollends. Er bricht schließlich in Lachen aus.

Mit dem heiligen Geist hat es wohl am Ende dieselbe Bewandniß wie mit dem dritten Pferde, wenn man Extrapost reist; man muß immer dafür bezahlen und bekömmt es doch nie zu sehen, dieses dritte Pferd.

Heine notiert diese Begegnung mit sichtbarem Vergnügen. Es ist genau diese Art von Beobachtung, die seinen Briefen ihre besondere Qualität verleiht: Er lauscht, er beobachtet, er hält fest. Der politische Kämpfer, der sich nach Ruhe sehnt, ist in Wirklichkeit niemals still – sein Geist arbeitet unablässig.

Dann gibt es noch den englischen Gouverneur der Insel. Als Heine ihm vorgestellt wird und dieser „Stockengländer“ mehrere Minuten lang wortlos und unbeweglich vor ihm steht, kommt Heine unwillkürlich der Gedanke, ihn von hinten zu betrachten: „um nachzusehen, ob man etwa dort vergessen habe die Maschienen aufzuziehen.“

Sonntag, der 8. Juli 1830: „eine bleierne Langeweile lag über der ganzen Insel und drückte mir fast das Haupt ein“. Aus Verzweiflung greift Heine schließlich zur Bibel. Was er dort findet, überrascht ihn selbst:

Welch ein Buch! groß und weit wie die Welt, wurzelnd in die Abgründe der Schöpfung und hinaufragend in die blauen Geheimnisse des Himmels … Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, Verheißung und Erfüllung, Geburt und Tod, das ganze Drama der Menschheit, Alles ist in diesem Buche … Es ist das Buch der Bücher, Biblia.

Es folgen Wochen intensiver Lektüre. Heine liest das Alte Testament, Homer und Paul Warnefrids „Geschichte der Langobarden“. Er denkt und schreibt. Die Badekur, die seiner Erschöpfung abhelfen sollte, wird zu einem der produktivsten intellektuellen Sommer seines Lebens. Die Langeweile hat ihn nicht gelähmt, sondern befreit.

3. „Die See duftet nach frischgebackenem Kuchen“: Heine und das Meer

Wer Heines „Helgoländer Briefe” liest, dem fällt auf, dass das Meer mehr ist als nur ein Bühnenbild. Es ist ein Gesprächspartner. Ein Stimmungsbarometer. Manchmal sogar ein Prophet.

Am 29. Juli hatte ihm sein Hauswirt, „ein prächtiger Seemann, der auf der ganzen Insel wegen seiner Unerschrockenheit in Sturm und Noth“ berühmt ist, eine merkwürdige Geschichte erzählt. Die hohe See habe nach frisch gebackenem Kuchen gerochen, so verlockend und warm, dass es ihm „ordentlich weh ums Herz“ geworden sei. Heine notiert dieses Phänomen mit amüsierter Neugier und nennt es eine „gebackene Fata Morgana“ – einen Sinnesreiz, der lockt und täuscht wie die Wasserspiegelung in der Wüste.

Wenige Tage später, am 1. August 1830, schreibt Heine, er habe sich mit dem Meer „wieder ausgesöhnt, (Du weißt, wir waren en delicatesse)”. Am Abend sitze er nun wieder mit der Nordsee zusammen und führe „geheime Zwiegespräche”.

In der Abenddämmerung desselben Tages erlebt Heine dann einen jener Momente, in denen die Stimmung der Natur und die innere Ahnung des Beobachters auf geheimnisvolle Weise zusammenfallen.

Ich wandelte einsam am Strand in der Abenddämmerung. Ringsrum herrschte feyerliche Stille. Der hochgewölbte Himmel glich der Kuppel einer gothischen Kirche. Wie unzählige Lampen hingen darin die Sterne; aber sie brannten düster und zitternd. Wie eine Wasserorgel rauschten die Meereswellen; stürmische Choräle, schmerzlich, verzweiflungsvoll, jedoch mitunter auch triumphirend. Ueber mir ein luftiger Zug von weißen Wolkenbildern, die wie Mönche aussahen, alle gebeugten Hauptes und kummervollen Blickes dahinziehend, eine traurige Prozession … Es sah fast aus als ob sie einer Leiche folgten … Wer wird begraben? Wer ist gestorben? sprach ich zu mir selber. Ist der große Pan todt?

Es ist eine der schönsten Prosastellen in Heines Werk und zugleich ein Schlüssel zum Verständnis seiner „Helgoländer Stimmung”. Der Dichter ahnt, dass sich die Welt gerade wandelt. Er weiß nur noch nicht, wie. Im selben Brief schwankt er zwischen Resignation und Ahnung, zitiert Byron – die Wellen, die eine nach der anderen heranrollen, brechen und zerstreuen sich, während das Meer selbst vorwärtsschreitet – und bemerkt nachdenklich:

Auch die Menschheit bewegt sich nach den Gesetzen von Ebb und Fluth, und vielleicht auch auf die Geisterwelt übt der Mond seine siderischen Einflüsse … Es ist heute junges Licht, und trotz aller wehmüthigen Zweifelsucht, womit sich meine Seele hin- und herquält, beschleichen mich wunderliche Ahnungen … Es geschieht jetzt etwas außerordentliches in der Welt …

Die See duftet nach Kuchen, während es in Paris brodelt.

4. Die Julinachrichten treffen ein: Heine, der Sohn der Revolution

Am 6. August 1830 liest Heine in seiner Unterkunft die „Geschichte der Langobarden” und stößt dabei auf eine Episode, die ihn in ihren Bann zieht:

Während sein Heer gegen die Langobarden kämpfte, saß der König der Heruler ruhig in seinem Zelt und spielte Schach. Er hatte jeden, der ihm eine Niederlage melden würde, mit dem Tode bedroht. Der Späher auf dem Baum rief immer: „Wir siegen! Wir siegen!” – bis er schließlich aufseufzte: „Unglücklicher König! Unglückliches Volk der Heruler!“ Da merkte der König, dass die Schlacht verloren war. Es war zu spät – die Langobarden drangen in sein Zelt ein und erstachen ihn.

In diesem Moment trifft das Zeitungspaket vom Festland ein. Heine schreibt:

Es waren Sonnenstralen, eingewickelt in Druckpapier, und sie entflammten meine Seele, bis zum wildesten Brand. Mir war als könnte ich den ganzen Ocean bis zum Nordpol anzünden mit den Gluthen der Begeisterung und der tollen Freude, die in mir loderten.

In Paris ist die Juli-Revolution ausgebrochen. König Karl X. hat durch seine reaktionären Juliordonnanzen, mit denen er die Pressefreiheit abgeschafft, die Kammer aufgelöst und das Wahlrecht verschärft hat, das Volk gegen sich aufgebracht. In den drei Tagen der „Trois Glorieuses” (27., 28. und 29. Juli 1830) haben Pariser Bürger, Studenten und Arbeiter die Straßen erkämpft. Karl X. dankt ab.

Nun entfaltet die Schachmetapher ihre politische Aussage.

Er saß wirklich beim Schachspiel, wie der König der Heruler, als die Sieger in sein Zelt stürzten. Mit zitternder Hand unterzeichnete er die Abdankung. Er hat die Wahrheit nicht hören wollen. Er behielt ein offnes Ohr nur für die Lüge der Höflinge. Diese riefen immer: wir siegen! wir siegen!

Heines Reaktion auf die Nachrichten ist von einer fast kindlichen Ausgelassenheit. Er läuft wie wahnsinnig im Haus herum, küsst die dicke Wirtin, umarmt den preußischen Justizkommissarius – „um dessen Lippen freylich das frostige Lächeln des Unglaubens nicht ganz verschwand“ – und drückt sogar den phlegmatischen Holländer an sein Herz.

Wenige Tage später, am 10. August 1830, löst sich auch das Rätsel des Kuchendufts. Heine liefert seine Erklärung mit der Leichtigkeit eines Mannes, dem die Welt plötzlich wieder Sinn ergibt:

Jetzt weiß ich auch, warum die ganze See nach Kuchen roch. Der Seine-Fluß hatte die gute Nachricht unmittelbar ins Meer verbreitet, und in ihren Kristallpalästen haben die schönen Wasserfrauen, die von jeher allem Heldenthum hold, gleich einen Thee-dansant gegeben, zur Feyer der großen Begebenheiten, und deßhalb roch das ganze Meer nach Kuchen.

Es folgen die berühmten Zeilen aus Heines Feder, die die Erschöpfung des ersten Briefes mit einem Schlag auflösen.

Lafayette, die dreyfarbige Fahne, die Marseillaise … Fort ist meine Sehnsucht nach Ruhe. Ich weiß jetzt wieder was ich will, was ich soll, was ich muß … Ich bin der Sohn der Revolution und greife wieder zu den gefeiten Waffen, worüber meine Mutter ihren Zaubersegen ausgesprochen … Blumen! Blumen! Ich will mein Haupt bekränzen zum Todeskampf. Und auch die Leier, reicht mir die Leier, damit ich ein Schlachtlied singe … Worte gleich flammenden Sternen die aus der Höhe herabschießen und die Pläste verbrennen und die Hütten erleuchten … Ich bin ganz Freude und Gesang, ganz Schwert und Flamme! Vielleicht auch ganz toll … Von jenen wilden, in Druckpapier gewickelten Sonnenstrahlen ist mir einer ins Hirn geflogen, und alle meine Gedanken brennen lichterloh. Vergebens tauche ich den Kopf in die See. Vielleicht auch ganz toll …. Von jenen wilden, in Druckpapier gewickelten Sonnenstralen ist mir einer ins Hirn geflogen, und alle meine Gedanken brennen lichterloh. Vergebens tauche ich den Kopf in die See. Kein Wasser löscht dieses griechische Feuer. Aber es geht den anderen nicht viel besser. Auch die übrigen Badegäste traf der pariser Sonnenstich, zumal die Berliner, die dieses Jahr in großer Anzahl hier befindlich und von einer Insel zur andern kreuzen, so daß man sagen konnte, die ganze Nordsee sey überschwemmt von Berlinern. Sogar die armen Helgolander jubeln vor Freude, obgleich sie die Ereignisse nur instinktmäßig begreifen. Der Fischer welcher mich gestern nach der kleinen Sandinsel, wo man badet, überfuhr, lachte mich an mit den Worten: »Die armen Leute haben gesiegt!«

Der ermattete Freiheitskämpfer vom 1. Juli ist verschwunden. An seiner Stelle steht nun wieder der Dichter und Schriftsteller, der seine Lebensaufgabe kennt.

5. „Pan ist todt!“: Heines prosaische Ära beginnt

Für Heine bedeuten die Julinachrichten aus Paris das Ende der lähmenden Restaurationsperiode von 1815 bis 1830 und den Beginn eines neuen Selbstverständnisses als Schriftsteller. Wenn eine alte Weltordnung endet und eine neue noch keinen Namen hat, dann stirbt der große Pan.

Diesen inneren Wandel macht Heine in einer eindringlichen Passage des letzten Helgoländers Briefes sichtbar. Er schildert einen Traum, in dem er in den Himmel gelangt – leere Säle, schlummernde Diener in verblichener Livree, versiegelte Türen. Schließlich findet er einen alten Mann an einem Schreibpult, den er für Gott hält, und bittet ihn mit entwaffnender Naivität:

Ach, lieber Herrgott, ich möchte donnern lernen, blitzen kann ich … ach, lehren Sie mich auch donnern!

Blitzen – ja, das konnte er schon. Die funkelnde Lyrik der Romantik, die scharfe Satire und die elegante Prosa der Reisebilder waren sein bisheriges Handwerk. Aber donnern, das ist etwas anderes. Es geht um die Wucht, die politische Sprache braucht, um wirklich zu erschüttern.

Die Antwort des alten Mannes ist bezeichnend: Er dreht sich wortlos um und kramt weiter in seinen Papieren. Denn es war nur der Registrator, nicht Gott, sondern die träge Bürokratie des Himmels: „Pan ist todt!“

Es ist eine bittere Metapher, die Heine hier gefunden hat. Sie markiert eine literarische Zäsur: Nach den „Helgoländer Briefen” wendet er sich endgültig der Prosa zu. In den folgenden Jahren des Pariser Exils entstehen seine großen politischen und kulturkritischen Prosawerke wie die „Französischen Zustände”, die „Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland” und „Die romantische Schule”. Die Lyrik tritt in den Hintergrund.

Erst 1844, vierzehn Jahre nach „Helgoland”, kehrt Heine mit den „Neuen Gedichten” zur Versform zurück – es ist jedoch eine grundlegend verwandelte Lyrik. Es sind politische Gedichte, in denen Heine seine politischen Gegner lächerlich macht. Das im selben Jahr veröffentlichte Versepos „Deutschland. Ein Wintermärchen“ führt den neuen Ton auf seinen Höhepunkt.

Und was ist mit dem großen Pan, dessen Tod wie ein Leitmotiv durch alle sieben Briefe hallt? Er steht am Ende für das, was Heine auf Helgoland endgültig hinter sich lässt: die unpolitische Innerlichkeit der Romantik, die schöne, weltferne Dichtung, die sich in Märchen und Mondlicht ergeht, während draußen Geschichte geschrieben wird. Pan ist tot – und an seiner Stelle tritt der Schriftsteller, der blitzt und donnert.

Simone Pohlandt

Autorin und Gästeführerin auf Heines Spuren

Als leidenschaftliche Heine-Leserin schreibe ich über meinen Lieblingsdichter Heinrich Heine und tauche tief in sein faszinierendes Leben und Werk ein. Auf meinen Heinrich-Heine-Touren führe ich Sie auf den Spuren dieses außergewöhnlichen Dichters durch die Düsseldorfer Altstadt. Begleiten Sie mich auf eine literarische Reise durch Düsseldorf und entdecken Sie gemeinsam mit mir inspirierende Orte und Geschichten, die mit Heinrich Heine verbunden sind.

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2 Kommentare

  1. Seine Geistesschöpfungen, die er in Buchstaben hinterlassen hat, brennen immer noch.. und besonders für jeden (Europäer), der erfassen möchte, was „Deutschland“ für die Weltgeschichte bedeutet(e). In seinem Werk von 1834
    „Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland“ macht er es deutlich, hier wird er zum mosaischen Propheten, der sieht was da kommt.. und 100 Jahre später bestätigt Viktor Klemperer die Vision…Ein Werk, das im Deutsch und Geschichtsunterricht einen Dauerplatz haben sollte, ich empfehle die gelbe Reclam Ausgabe mit Anmerkungen.

  2. Pingback: Heinrich Heine – Dieck-y-luck

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